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Wie ich mich vorbereite

Wie ich mich vorbereite

Wie bereite ich mich auf meine Langzeitreise vor?

Eine der frühen Überlegungen war ja eine Weltreise, also von Land zu Land reisen. Im Laufe meiner Recherchen kam ich dann aber immer mehr zu dem Schluß, daß diese Art zu reisen nicht meinem persönlichen Rhythmus entspricht.

Die Planung für eine Weltreise sah ein gewisses Maß an Gepäck vor. Jetzt jedoch kam mir das alles viel zu überzogen vor und ich begann erst einmal zu überlegen, welche Art von Reise es überhaupt wird. So kam es dann zum Thema „entschleunigtes, minimaoistisches Reisen“ und zur sogenannten Langzeitreise, die kein „abklappern“ mehrerer Länder vorsieht.

Da ich definitiv zu Anfang der Reise nach Nepal fliege, um dort Trekkingtouren zu machen, habe ich somit schon eine gewisse Vorgabe, was das Gepäck angeht. Wie dies dann genau aussehen wird, werde ich im Laufe der nächsten Monate herausarbeiten.

Meine weiteren Vorbereitungen sind:

– Englischkurs, Auffrischung meines Vokabulars und Verbesserung meines Levels. Ich kann zwar ganz gut Englisch, aber oft passiert es mir, daß ich mit Sprachlücken zu kämpfen habe, die mir während eines Gesprächs gehörig auf den Wecker gehen. Deshalb habe ich beschlossen, die Zeit zu nutzen – schließlich sind es ja noch 17 Monate!

– Einen Blog erstellen; dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen möchte ich eine „Dokumentation“ meines „Leben 5.0“ erstellen und meine Leser ermutigen, es auch zu versuchen. Ausserdem steckt dahinter die Idee, mit meinem Blog unterwegs meine Reisekassen etwas aufzubessern.

– Ganz simpel: Training im Bergwandern! Ich bin zwar durchaus robust und sehr ausdauernd, was Wanderungen angeht, aber auch bei mir sind die zusätzlichen Jahre nicht spurlos vorüber gegangen: es haben sich doch etliche zusätzliche Kilos dazu gesellt, die ich jetzt mit mir herumschleppe und bis nächstes Jahr gerne wieder loswerden will. Daher beginne ich jetzt schon im kleinen Umfang mit Wanderungen in der Region; später dann auch Wanderungen in den Alpen.

Welche Fortschritte meine Vorbereitungen machen, könnt ihr hier im Blog regelmäßig nachlesen.

Was bedeutet Leben 5.0

Was bedeutet Leben 5.0

Was bedeutet eigentlich „Leben 5.0“?

In den letzten Jahren kamen ja immer neue Begriffe für z.B. Gesellschaftliche Veränderungen auf, wie z.B. Lernen 2.0, Industrie 2.0 usw.

Meine Reisepläne kreuzen sich mit meinem fortschreitenden Alter. Was vorher noch Weltreisepläne waren, hat sich im Laufe der Jahre gewandelt in Richtung, Entspannung, Entschleunigung, Minimalismus. Irgendwie meinem Alter und meinem Lebensgefühl entsprechend.

Der Blog spiegelt den Bezug zu meiner Lebenssituation und meinem „älter werden“ wieder und dadurch kam ich auf die Idee der 5 Lebensphasen .

Ich spulte zurück in meinem Leben und es kristallisierten sich 5 Lebensabschnitte heraus;  der fünfte ist gerade der aktuelle. Man kann auch sagen, der fünfte Lebensabschnitt hat etwas mit dem Alter über fünfzig zu tun.

Auch, aber nicht ausschließlich .

Darüber hinaus begegneten mir immer wieder Leute, vorzugsweise Männer, gerade 50 geworden oder schon darüber hinaus und sehr oft war dann das Hauptthema:

Der Lebenstraum ; das „Ding“ was man unbedingt machen will. Soweit, so gut.

Meistens ging es in Gesprächen dann aber so aus, daß es bei dem Traum bleibt.

Warum?

Weil die meisten immer dann, wenn es um das Thema „Planung“ geht, irgendeinen „Grund“ parat haben, warum es „gerade jetzt“ nicht machbar ist.

Manchmal sind es Dinge, die wichtig sind wie Familie, Krankheit, finanzielle Krisen.

Aber sehr oft sind es einfach nur „wasting things“, Dinge, die unwichtig sind und eigentlich nur die Zeit stehlen. Aber viele sind der festen Überzeugung, das dies jetzt wichtig sei und darum die Planung hinfällig wird.

Klar, Familie geht natürlich erst mal vor. Auch der Job ist in den meisten Fällen erst einmal wichtig, da er ja die einzige Geldquelle ist. Finanzielle Krisen sind ebenfalls ein „No-Go“-Grund.

Aber irgendwann kommt der Punkt, da sind diese Dinge alle erledigt: die Familie versorgt, die Kinder aus dem Haus, der Job ist zur Routine geworden und auf dem Sparbuch liegt genügend Geld, um den Traum zu verwirklichen.

An diesem Punkt kommt dann wieder der innere Kritiker und sagt:“ Nee, überleg nochmal. Sicher ist Sicher. Den Job kündigen, so kurz vor der Rente?“

Solche und viele weitere Gedanken bremsen das Vorhaben „Lebenstraum“ dann soweit aus, daß es schlussendlich nie zustande kommt.

Vor ein paar Jahren war ich in einer Reha und traf dort einen gleichaltrigen Mann, der die letzten 3 Jahre mit seinem eigenen Segelschiff quer um die Welt gesegelt war. Er hatte dafür seinen Job aufgegeben, sein Haus verkauft und alles zu Geld gemacht.

Er erzählte, daß er nach der Tour dann pleite war, aber glücklich. Ich fragte ihn, ob er dies nochmal so machen würde und er sagte sofort: „Ja jederzeit! Dieses Erlebnis war es wert!“

Leben 5.0 steht für einen neuen Lebensabschnitt, irgendwo Anfang bis Ende der Fünfzig.

Für einen Lebensabschnitt, der gleichzeitig einen Einschnitt in das gewohnte Lebensmuster darstellt.

Für mich war dies anfangs auch sehr ungewohnt, aber da ich in jungen Jahren viel umhergereist bin und sehr oft den Wohnort gewechselt habe, kann ich gut damit umgehen. Trotzdem reduziere ich jetzt auch Stück für Stück mein gewohntes Lebensumfeld auf ein Minimum. Und am Beginn meiner Reise wird dann davon nichts mehr übrig sein.

Leben 5.0 wird eine Reise. Nicht nur eine physische Reise in andere Länder, sondern auch eine mentale Reise zu mir selbst.