Seite auswählen
Leben 5.0 – ein neues Lebensmodell?

Leben 5.0 – ein neues Lebensmodell?

Leben 5.0 – ein neues Lebensmodell?

In meinem Beitrag „Was ist Leben 5.0?“ habe ich ja schon ein wenig die Idee hinter meinem Projekt erklärt. Dort geht es primär ums Reisen bzw. meine bevorstehende Auszeit.

 

Hinter Leben 5.0 steckt aber noch ein viel tieferer Gedanke.

Es geht um die Tatsache, daß ich in ca. 10 Jahren in Rente gehen werde. Als ich mich das erste Mal mit diesen Gedanken beschäftigte, habe ich noch gar nicht das Ausmaß dieses Lebenseinschnitts erfasst; das kam erst etwas später.

Aber als es mir bewusst wurde, habe ich erst einmal geschluckt! Rente ist ja schön, heisst aber heutzutage, mit ca. 60% des vorigen Einkommens wirtschaften zu müssen. Zuerst dachte ich noch an einen Scherz, aber nach der Beratung durch einen Mitarbeiter der Rentenversicherung war klar, daß dies genauso abläuft.

Habe ich heute, nach Zahlung der monatlichen Unkosten, noch genügend Geld übrig, um was zu sparen (z.B. für Reisen), so wird bei Renteneintritt diese Rechnung nicht mehr aufgehen.

Okay, ich werde meine Wohnung noch finanzieren können, ein kleines Auto auch noch, aber dann wird’s eng. Zum Sparen bleibt da nicht mehr viel übrig.

Mein Traum war schon immer das Reisen, möglichst viel von der Welt sehen und zu wissen, auf welchem Planeten ich mit wem lebe. Durch diese Ernüchterung nach dem Termin mit dem Berater war mir dann klar: Ich werde mein Rentnerdasein nicht zu Hause fristen, nicht vor der Glotze sitzen und Kreuzworträtsel machen.

Im Rahmen meiner Recherche zu alternativen Lebensmodellen las ich dann irgendwann des Hinweis, das es wichtig ist, sich schon früh um das Thema „Renteneintritt“ und „Beendigung der Erwerbsarbeit“ zu kümmern. Viele schaffen diesen Absprung nicht und werden ernsthaft krank, leiden unter Depressionen und sehen keinen Sinn mehr in Ihrem Leben – weil die Hauptbeschäftigung der letzten 30,40,50 Jahre wegfällt!

Für mich war vollkommen klar, daß ich nicht dieses Leben möchte und da das Thema „Reisen“ ja sowieso stets präsent war, kam mir irgendwann der Gedanke, diesem Thema ernsthaft nach zu gehen.

Eine Zeitlang war ich mit dem Thema “Digitale Nomaden” beschäftigt, weil ich diese Form der Kombination “Leben-Arbeiten-Reisen” sehr ansprechend fand.

Aber irgendwann kam ich an den Punkt, daß dies genau nicht meine Nische sein wird.

Warum?

Weil ich in 10 Jahren nicht mehr arbeiten muss!

Ich kann mich statt dessen voll darauf konzentrieren, wie ich mein Leben so gestalte, daß ich einerseits minimalistisch (und Geld sparend) lebe, auf der anderen Seite möglichst viel von der Welt sehe.

Diese Gedanken haben bei mir einen starken Wandel bei mir hervorgerufen und ich habe mich nochmals intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Deshalb gab es auch hier auf dem Blog seither keine Einträge mehr.

Ich habe in der Zwischenzeit diverse Varianten des “Leben nach dem Arbeitsleben” durchgespielt.

– Langzeitreisen

– punktuelle Weltreisen (3 Monate Reisen, 3 Monate zu Hause usw.)

– Leben auf dem Campingplatz als Homebase und Reisen mit dem Wohnmobil

– dauerhaft unterwegs mit dem Wohnmobil (auch Weltreise)

– Leben auf dem Boot und Reisen mit dem Boot

– Homebase im Ausland einrichten

All diese Themen habe ich mehrfach durchgespielt und begonnen, sie zu planen, weil ich sehen wollte, wo mich das hinführt. Und dabei bin ich auf einen Punkt gestoßen, der mir immer  wieder begegnet:

– Langsamkeit, Entschleunigung

Ich habe in meinem Berufsleben immer viel Action gehabt und musste immer unter Zeitdruck arbeiten. Darauf habe ich später keine Lust mehr. Ich möchte in Ruhe reisen und ohne Stress meinen Alltag bewältigen. Unter Stress verstehe ich dann auch, eine stationäre Wohnung zu unterhalten und mit dem restlichen Geld irgendwie klar zu kommen.

So bin ich bei allen Überlegungen und Planungen am Schluß immer wieder an einem Punkt hängengeblieben: Leben auf dem Boot.

Dies bietet viele Vorteile (Incl. der Möglichkeit des Wohnsitzes auf dem Boot) und ist etwas, was ich mir für mich sehr gut vorstellen kann.

Um mir ein Feeling davon zu holen, bin ich probeweise mit jemand auf seinem Motorboot mitgefahren und ja, es ist wie im Wohnmobil – nur eben auf dem Wasser!

Mobilität an Land kann man schnell mit E-Bikes oder kleinem Motorrad herstellen.

Daher werde ich dieses Thema weiter verfolgen und im Blog darüber berichten.

Ihr seht, das Thema “Ruhestand” beschäftigt mich sehr und mein Fokus liegt auch jetzt schon, 10 Jahre vorher, voll darauf.

Aber ich finde es gut und es macht Spaß, sich damit zu beschäftigen. So kann ich zumindest später, sollten mal alle Stricke reissen, sagen: “Ich habe es versucht!”

Viel Spaß weiterhin….

Euer Joe

Touren zur Vorbereitung

Touren zur Vorbereitung

Touren zur Vorbereitung

Ich gehe gerne wandern. Körperlich ist das auch gar kein Problem, auch wenns mal knackig Berg hoch geht. Zumindest in unseren Breiten. Der Himalaya ist aber ein anderes Kaliber. Und eine Tour zum Everest Base Camp erst recht.
Schließlich gehts hier in Regionen über 5000 Meter und da ist eine kleine Tagestour schon eine große Herausforderung.

Touren zur Vorbereitung im Himalaya

Himalaya

Würde ich hier ohne Vorbereitung hinreisen, wäre die Enttäuschung, es nicht zu schaffen, vorprogrammiert. Schließlich bin ich eben keine 25 Jahre alt, sondern es haben sich noch 30 Jährchen dazugesellt 🙂

Um dem vorzubeugen, mache ich seit einigen Wochen erste kleine „Schnuppertouren“ in meiner Heimatregion Rhein-Main-Gebiet. Dazu habe ich mir nach eingehender Beratung in einem Outdoor-Laden Wanderschuhe gekauft, die meinen Anforderungen entsprechen.
Diese müssen allerdings erst eingelaufen werden. Daher auch erst mal kleine, dezente Touren mit 1-2 Stunden Gehzeit.

Eine dieser Touren führte mich kürzlich in den Harz, genauer an die Rappbode-Talsperre Hier haben findige Leute ein cooles Bauwerk errichtet:

Hängebrücke

Hängebrücke Rappbodetalsperre

Das hat jetzt nicht direkt was mit „Vorbereitungstouren“ zu tun, aber einen bestimmten Grund gab es für den Besuch: Meine Höhenangst!

Ich wollte einfach mal wissen, was das betreten dieser Brücke mit mir macht. Hintergedanke war, daß in der Everest-Region auf diversen Trails auch Schluchten überquert werden müssen, auf ähnlichen Hängebrücken:

Touren zur Vorbereitung

Hängebrücke im Himalaya

Und da wollte ich einfach mal wissen, wie es sich anfühlt. Aber alles cool! Die Hängebrücke ist hoch und JA, sie schwankt auch gehörig. Aber man ist gut abgesichert und daher war meine Höhenangst fast nicht vorhanden. Ein bisschen kribbelt es schon im Magen, aber ich denke, das gibt sich im Laufe der Zeit.

Touren zur Vorbereitung

Hängebrücke Rappbodetalsperre

Um mein „Trekking-Training“ dann langsam zu steigern, habe ich mir einen Wanderführer gekauft, der im Gebiet Rhein-Mosel-Eifel Rundwanderungen von „leicht“ über „mittel“ bis „schwer“ auflistet. Dieses Büchlein werde ich systematisch abarbeiten.

Daran schließen sich dann ab nächstem Jahr Touren in den Alpen an, um mich mental auf die diversen Tagestouren im Everest-Gebiet vorzubereiten.

„Warum der ganze Aufwand ?“, wird sich bestimmt der eine oder andere fragen. Ganz einfach:

Ich möchte entspannt auf diese Touren gehen und soweit vorbereitet sein, daß ich weiss, welche Probleme evtl. auftreten könnten. Ich gehe ja nicht nur 2-3 Wochen, sondern über einen größeren Zeitraum.

Durch meine Vorbereitungstouren:

– sind meine Schuhe optimal eingelaufen

– hat sich mein Körper auf das Wandern eingestellt

– weiß ich genau, wann ich mit Problemen zu rechnen habe (z.B. Blasen laufen)

– gehe ich einfach trainiert auf diese Reise

Mein Ziel:

Die Touren geniessen und mich nicht mit diversen Schwierigkeiten herumplagen, die ich hätte vermeiden können. Und natürlich:

Das Everest Base Camp erreichen!!

Touren zur Vorbereitung

Mount Everest Base Camp

In der nächsten Zeit werde ich euch meine Touren dann im Detail vorstellen.

 Gruß, Euer…

Joe

Selbstmotivation und Stolperfallen

Selbstmotivation und Stolperfallen

Selbstmotivation und Stolperfallen

 

„Na, jetzt aber hoch mit dem Hintern!! Was? Keine Lust? Nix gibts, los geht’s!“

So oder ähnlich verläuft oft die stille Konversation im Kopf. Ja, ich habe ein Ziel und JA, ich bin auch auf dem Weg, es zu realisieren. Aber da kommt dann oft das kleine Teufelchen im Hirn, welches dann ein: “…morgen geht auch noch!“ flüstert.
Und so passiert es, daß man beginnt, hier mal „Nein“ zu sagen, den nächsten Sport-Termin verschiebt usw.

Und man landet dann in „Prokrastinatien“, dem Lande der Verschiebungen 🙂 🙂

Damit das nicht passiert, habe ich mir diverse Motivationshilfen geschaffen.

Eine davon ist simpel, aber sehr effektiv:

Selbstmotivation und Stolperfallen

Selbstmotivation Weltkarte

Auf der Karte habe ich mir meine ersten Ziele markiert, Nepal und Bhutan. So habe ich tagtäglich mein Hauptziel vor Augen und es gibt eigentlich keine Ausreden mehr.

Als nächstes gibt es den Countdown
Das hat mir schon oft geholfen, längere Zeiträume zu überbrücken und motiviert zu bleiben.

Selbstmotivation Countdown

Countdown

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum benötigt man die ganzen Motivationshilfen, wenn man doch so ein Ziel vor Augen hat.

Ganz einfach: Aufgrund des noch langen Zeitraumes bis zum Start bleibt es einfach nicht aus, daß die Motivation auf der Strecke bleibt. Denn schließlich ist der Alltag gegenwärtig und hat einen fest im Griff.

Wenn es sehr zeitaufwändig wird und ich mir dadurch unnötigen Stress verursache, dann verschiebe ich natürlich auch mal einen Termin. Insbesondere die Bearbeitung des Blogs braucht ihre Zeit und die nehme ich mir dann auch.

Trotzdem habe ich mein Ziel vor Augen und werde durch meine Motivationshilfen ständig daran erinnert, am Ball zu bleiben.

Gruß, Euer…

Joe

Newsletter

Newsletter

Hallo!

Ich bin gerade dabei, einen Newsletter in den Blog zu integrieren. Also aufpassen – wenn nichts schief läuft, startet noch heute die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden.

Als Rhythmus habe ich mir jetzt mal 1x/Monat festgelegt, da dies auch gut in meinen Alltag zu integrieren ist.

Schaut einfach mal rein und ich freue mich schon auf eure Anmeldung!

Euer Joe!

Es geht los !

Es geht los !

Hallo und Herzlich Willkommen auf Leben 5.0!

Ich habe in den letzten Wochen einen Großteil meiner Freizeit darauf verwendet, diesen Blog zu erstellen und nun ist es soweit:

Die Reise geht los!

Ja, ich bin aufgeregt und gespannt, wer hier so vorbeischaut!

Reisen habe ich schon viele unternommen, aber noch nie habe ich diese live dokumentiert. Meine Hintergründe dazu könnt ihr im Blog nachlesen.

Noch ist der Inhalt überschaubar, aber das wird sich im Laufe der Zeit ändern. Ich bin ja erst am Anfang meiner Planungen; im Laufe der Zeit werden diese sich aber stetig intensivieren.

Also: dranbleiben und zuschauen – es lohnt sich bestimmt!

Euer Joe

Was bedeutet Leben 5.0

Was bedeutet Leben 5.0

Was bedeutet eigentlich „Leben 5.0“?

In den letzten Jahren kamen ja immer neue Begriffe für z.B. Gesellschaftliche Veränderungen auf, wie z.B. Lernen 2.0, Industrie 2.0 usw.

Meine Reisepläne kreuzen sich mit meinem fortschreitenden Alter. Was vorher noch Weltreisepläne waren, hat sich im Laufe der Jahre gewandelt in Richtung, Entspannung, Entschleunigung, Minimalismus. Irgendwie meinem Alter und meinem Lebensgefühl entsprechend.

Der Blog spiegelt den Bezug zu meiner Lebenssituation und meinem „älter werden“ wieder und dadurch kam ich auf die Idee der 5 Lebensphasen .

Ich spulte zurück in meinem Leben und es kristallisierten sich 5 Lebensabschnitte heraus;  der fünfte ist gerade der aktuelle. Man kann auch sagen, der fünfte Lebensabschnitt hat etwas mit dem Alter über fünfzig zu tun.

Auch, aber nicht ausschließlich .

Darüber hinaus begegneten mir immer wieder Leute, vorzugsweise Männer, gerade 50 geworden oder schon darüber hinaus und sehr oft war dann das Hauptthema:

Der Lebenstraum ; das „Ding“ was man unbedingt machen will. Soweit, so gut.

Meistens ging es in Gesprächen dann aber so aus, daß es bei dem Traum bleibt.

Warum?

Weil die meisten immer dann, wenn es um das Thema „Planung“ geht, irgendeinen „Grund“ parat haben, warum es „gerade jetzt“ nicht machbar ist.

Manchmal sind es Dinge, die wichtig sind wie Familie, Krankheit, finanzielle Krisen.

Aber sehr oft sind es einfach nur „wasting things“, Dinge, die unwichtig sind und eigentlich nur die Zeit stehlen. Aber viele sind der festen Überzeugung, das dies jetzt wichtig sei und darum die Planung hinfällig wird.

Klar, Familie geht natürlich erst mal vor. Auch der Job ist in den meisten Fällen erst einmal wichtig, da er ja die einzige Geldquelle ist. Finanzielle Krisen sind ebenfalls ein „No-Go“-Grund.

Aber irgendwann kommt der Punkt, da sind diese Dinge alle erledigt: die Familie versorgt, die Kinder aus dem Haus, der Job ist zur Routine geworden und auf dem Sparbuch liegt genügend Geld, um den Traum zu verwirklichen.

An diesem Punkt kommt dann wieder der innere Kritiker und sagt:“ Nee, überleg nochmal. Sicher ist Sicher. Den Job kündigen, so kurz vor der Rente?“

Solche und viele weitere Gedanken bremsen das Vorhaben „Lebenstraum“ dann soweit aus, daß es schlussendlich nie zustande kommt.

Vor ein paar Jahren war ich in einer Reha und traf dort einen gleichaltrigen Mann, der die letzten 3 Jahre mit seinem eigenen Segelschiff quer um die Welt gesegelt war. Er hatte dafür seinen Job aufgegeben, sein Haus verkauft und alles zu Geld gemacht.

Er erzählte, daß er nach der Tour dann pleite war, aber glücklich. Ich fragte ihn, ob er dies nochmal so machen würde und er sagte sofort: „Ja jederzeit! Dieses Erlebnis war es wert!“

Leben 5.0 steht für einen neuen Lebensabschnitt, irgendwo Anfang bis Ende der Fünfzig.

Für einen Lebensabschnitt, der gleichzeitig einen Einschnitt in das gewohnte Lebensmuster darstellt.

Für mich war dies anfangs auch sehr ungewohnt, aber da ich in jungen Jahren viel umhergereist bin und sehr oft den Wohnort gewechselt habe, kann ich gut damit umgehen. Trotzdem reduziere ich jetzt auch Stück für Stück mein gewohntes Lebensumfeld auf ein Minimum. Und am Beginn meiner Reise wird dann davon nichts mehr übrig sein.

Leben 5.0 wird eine Reise. Nicht nur eine physische Reise in andere Länder, sondern auch eine mentale Reise zu mir selbst.