Sie wissen noch nicht, was Sie nächste Woche unternehmen könnten? Sie möchten dafür aber nicht stundenlang im Auto sitzen, sondern vielleicht etwas im Umkreis von 30 Kilometern von Ihrem Wohnort erleben. Dann schauen Sie doch mal in unsere Tipps. Wir haben für Sie einige sächsische Events und Angebote zusammengestellt – von Porzellan bis Eisenbahn.
MEISSEN – „Maladie 2.0. Von der Leidenschaft des Sammelns“ titelt die Ausstellung, die zum zehnjährigen Jubiläum der Meissen Porzellan-Stiftung im Museum der Porzellan Manufaktur Meissen bis Februar 2026 zu sehen ist. Rund 33 000 Objekte umfasst die historische Sammlung der Stiftung – 2000 werden in der Dauerausstellung präsentiert. Die Jubiläumsausstellung „Maladie 2.0.“ gibt einen Einblick mit rund 200 Objekten in die Arbeit der Stiftung und zeigt Meißener Porzellane rund um das Thema Sammeln. Der Name der Schau geht auf Manufakturgründer August der Starke zurück. Er nannte seine Leidenschaft für Porzellan „Maladie“. Das bedeutet wörtlich „Krankheit“, steht jedoch für seine grenzenlose Sehnsucht nach dem kostbaren weißen Gold. Entdecken Sie außergewöhnliche Objekt von „Lokalmatadoren“ wie Olaf Stoy oder Olaf Fieber, Tierplastiken, Objekte des indischen Künstler-Duos Thukral & Tagra oder Quallen und Rochen – alles aus Meissener Porzellan. Wo: Meißen, Talstraße 9. Wann: täglich 10-17 Uhr. Eintritt: 14 Euro, Familien 30 Euro inklusive Schauwerkstätten. Infos unter www.porzellan-museum.com.
DRESDEN – „Mittelalterliche Buchkultur recycelt. Handschriftenfragmente als Einbände frühneuzeitlicher Archivalien“ – das Stadtarchiv lädt am 31. März Geschichtsinteressierte zum Vortrag ein. Im Rahmen der kontinuierlichen Bestandserschließung sind bereits in der Vergangenheit vereinzelt Fragmente spätmittelalterlicher Pergamenthandschriften aus der Zeit zwischen 1200 und 1500 aufgefallen. Eine systematische Recherche stellte bis dato 70 Fragmente feststellen, welche zwischen 1550 und 1670 als repräsentative Buch- und Akteneinbände recycelt worden sind. Nahezu sämtliche Fragmente entstammen einem geistlichen Kontext. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit den Dresdner Kirchen und Orden zuzuordnen und nach Einführung der Reformation schrittweise makuliert und buchbinderisch weiterverarbeitet worden. Medien und Texte dieser Art sind in protestantischen Regionen wie Sachsen konfessionsbedingt nahezu vollständig verloren gegangen. Dr. Stefan Dornheim geht im Vortrag auf die Grundzüge der Dresdner Klostergeschichte und die Verwendung der originären Dokumente ein. Wo: Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Str. 1. Wann: 31. März, 18 Uhr. Eintritt: frei. Infos unter www.dresden.de/stadtarchiv.
DRESDEN – „Wolfgang Tillmans. Weltraum“ – diese Ausstellung im Albertinum sollten Sie nicht verpassen! Tillmans schafft Werke, die uns auf einzigartige Weise erlauben, unser Zusammenleben zu beobachten. Mit seiner gesteigerten Aufmerksamkeit für die Dinge, die ihn und uns umgeben, lassen uns seine ikonischen Fotografie-Installationen, seine Video-, Text- und Musikarbeiten sowie seine Künstlerbücher die Welt durch seine Augen sehen. Seit fast vier Jahrzehnten wächst Tillmans‘ enzyklopädischer Bilderkosmos kontinuierlich weiter: Mit der Ausstellung „Wolfgang Tillmans. Weltraum“ präsentiert das Albertinum einen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen des Künstlers, erweitert durch neue Arbeiten, die seit 2022 entstanden sind und erstmals in einer Institution gezeigt werden. Wo: Albertinum, Brühlsche Terrasse. Wann: bis 29. Juni, Di-So 11-17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr. Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10,50 Euro, donnerstags ab 17 Uhr 8 Euro. Infos unter www.skd.de.
CHEMNITZ – Chemnitz und die Eisenbahn gehören einfach zusammen. Noch bevor die sächsische Industriemetropole 1852 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, wurden hier seit 1848 die ersten Lokomotiven Sachsens gebaut. Als einziges Werk produzierte die sächsische Maschinenfabrik Richard Hartmanns Lokomotiven, die auf vielen Gleisen in der ganzen Welt verkehrten. Der „Schauplatz Eisenbahn“ ist auf dem Areal des früheren Rangierbahnhofs mit den Rundhäusern des Bahnbetriebswerks angesiedelt – und eröffnete am 29. März die Saison. Das Museum präsentiert mehr als 30 historische Lokomotiven sowie einmalige technische Einrichtungen wie die weltweit einzigartige Seilablaufanlage, mit der eine lokomotivlose Neubildung von Güterzügen möglich wurde. Auf 260.000 Quadratmetern gibt es hier Eisenbahn zum Anfassen. Höhepunkte: Vorführung der Rangiertechnologie, Fahrten auf dem ca. 1.000 Meter langen Feldbahnrundkurs, Modellbahnanlagen. Zwischen den beiden musealen Hotspots verkehrt auf Schienen der Schauplatz Express. Wo: Chemnitz, Frankenberger Str. 172. Wann: Do-So 10-17 Uhr. Eintritt: 12 Euro. Infos unter www.schauplatz-eisenbahn.de.

ALTZELLA – Der Klosterpark Altzella beendet am ersten Aprilwochenende seine Winterpause – mit einem Mittelalterspektakel. An beiden Tagen begrüßen fahrendes Volk, Gaukler, Händler und so mancher edle Ritter die Altzellaer Gäste. Höhepunkt werden die Rittertunierkämpfe sein. Klosterbesucher können der Natur beim Frühlingserwachen förmlich über die Schulter schauen und sich an den blühenden Schneeglöckchen, Buschwindröschen und Leberblümchen erfreuen. Das frische Grün zwischen dem mancherorts noch winterlich grauen Ecken begeistert besonders und weckt die Lebensgeister. Wo: Nossen, Klosterpark Altzella, Zeller Str. 10. Wann: 5./6. April (11-19 Uhr), danach Mi-So. Eintritt: 13 Euro. Infos unter www.kloster-altzella.de.